Equipe Kölsche Klüngel
  2016 Rad am Ring 24h-Rennen
 

 

Ein Tag und eine Nacht

 

Kathi und Debbie wagen sich 2016 für das Team PAINTRAIN auf die Nordschleife. Als 2er-Damenteam stellen sich die beiden der Herausforderung 24h-Rennen.

Am Freitag wird erst Mal das Race-Camp aufgebaut und bezogen. Luxus ist der teameigene Wohnwagen, den die Mädels von Teamchef Christoph gestellt bekommen. Außerdem steht am Freitagabend noch eine weitere wichtige Aufgabe an: Kathis Standard-Kurbel muss gegen eine Kompakt-Kurbel getauscht werden. Willi übernimmt diese Aufgabe und schon hat Kathi einen passenden Untersatz untern dem Hintern, der der bevorstehenden Herausforderung gerecht wird.

Am Samstag-Mittag wird es ernst. Um 12:25 Uhr ist der Startschuss. Und Kathi bekommt langsam etwas Angst. Kurzfristig wird die Team-Taktik umgeworfen: Eigentlich wollte Kathi als erstes auf die Runde gehen. Doch sie ist sehr nervös und hat Angst zu überzocken. Zum Glück ist Debbie cool und spontan: Sie springt kurzfristig ein und startet in die Auftaktrunde.


Und täglich grüßt das Murmeltier

 

Und ab da läuft eine Runde wie die andere: Zunächst geht es mitten durchs Fahrerlager. Hier ist Vorsicht geboten: Die Teams wechseln ihre Fahrer, Betreuer die Straßenseite. Und dennoch ist dieser Abschnitt besonders stimmungsvoll. 

Dann geht’s auf die berühmte Nordschleife. Erst ein paar weite, schnelle Kurven, dann hinein in die Achterbahn, die man hier „Fuchsröhre“ nennt. Die Straße taucht förmlich senkrecht nach unten hinab. Den Gegenhang vor Augen, ist Bremsen streng verboten. Höchstgeschwindigkeit garantiert, Nervenkitzel auch. 

Danach nochmal voll konzentriert durch einige knifflige Kurven, dann geht es auch schon hinein in den Anstieg zur „Hohen Acht“. Er ist lang und zäh. Im Dunkeln weisen Rücklichter wie an einer Perlenschnur den Weg, der kein Ende zu haben scheint. Dieser Anstieg tut schon beim ersten Mal weh und  bei jedem Mal ein bisschen mehr. Vor allem die letzten paar Hundert Meter mit ihren knackigen 19 Prozent. Schon in den ersten Runden schieben einige andere ihre Räder hier hoch gschoben. Kathi & Debbie kurbeln den Anstieg bis zum Ende souverän hoch.

Mit der Hohen Acht ist das Schlimmste geschafft. Zumindest für dieses Mal. Als Belohnung gibt es erst einmal eine schnelle Abfahrt. Danach geht‘s auf einige schnelle, in der Summe eher abfallende Wellen.

Die „Döttinger Höhe“ schließlich ist nicht nur der letzte Anstieg der Runde, auf der Döttinger Höhe steht einem auch immer der Gegenwind auf der Nase. Danach ist endlich die Zielgerade erreicht. Und durch’s Fahrerlager geht das Ganze von vorne los.


Zunehmende Müdigkeit und nachlassende Konzentrationsfähigkeit

Zunächst fahren Kathi und Debbie jeweils eine Runde über den Kurs. Dann übergeben sie die Trinkflasche, in der sich neben der Pannenhilfe auch der Transponder für die Zeitnahme befindet, im fliegenden Wechsel an die Partnerin. Floskeln wie „Viel Spaß, hau rein“, sind die einzigen kurzen Kommunikations-Momente der beiden Team-Partnerinnen während dieser 24 Stunden.


In der Nacht stellen die Mädels auf Zweier-Runden um, damit die andere Fahrerin auch mal einige Minuten schlafen kann. Der Schlaf-Königin Kathi gelingt das gut, Debbie fällt es etwas schwerer, innerhalb kürzester Zeit von Vollgas auf Entspannung umzuschalten.

Am frühen Morgen des Sonntags wird die Taktik der körperlichen Situation angepasst. Kathi bleibt beim Zwei-Runden-Rhythmus, Debbie fährt immer eine Runde. Gleichermaßen zu kämpfen haben beide mit der zunehmenden Müdigkeit und der nachlassenden Konzentrationsfähigkeit.


Nach 23 Stunden 2 Minuten und 35 Sekunden beenden die Mädels das
Rennen. 24 Runden (Kathi mit 12 Runden und Debbie mit 10 Runden) sind geschafft.  Was fehlt ist eine gemeinsame Ziellinienüberfahrt. Das war der Erschöpfung geschuldet.

Andreas hat die kompletten 24 Stunden für das tolle Team zur Verfügung gestanden. Er hat Flaschen aufgefüllt, Ernährung gereicht, Tipps gegeben, aufgemuntert, gewärmt usw. usw. Er war einfach der perfekte Betreuer.


Das große Finale

Nachdem alle Fahrer des Teams PAINTRAIN im Ziel waren, ist das gesammelte Team (Männer, Betreuer und Mädels) noch gemeinsam über die Zielgerade und unter dem Zielbogen hindurch gefahren.

Jetzt wartete nur noch die verdiente Siegerehrung für Platz 3 bei den Zweier-Damenteams. Ein toller Abschluss für ein kämpferisches und gut harmonisierendes Team. Wenn das Ernährungs-Angebot etwas besser gewesen wäre, vielleicht wäre sogar noch eine Runde mehr drin gewesen.

Jetzt geht der Blick nach vorne – auf die nächsten gemeinsamen Aktivitäten.


 Kathis Rennen in Zahlen:

6.960 Höhenmeter

312 km

12 Runden

1:03:21 langsamste Runde

53:08 schnellste Runde

14 Gels

2 Krämpfe

1 Motivationstief

 

Und ganz viele Highs


 

 




 
   
 
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